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Theolügeleien

Mit der Lust zu schreiben ist das so eine Sache. Die Lust ist da, aber eine Horde von Themen und Ideen kämpfen um die Vorherrschaft. Also muss eine Entscheidung her. Manchmal hilft es aber auch, einfach anzufangen. Anfangen ist auch eine Entscheidung...
Was mich als Christ in letzter Zeit besonders ärgert, ist die Tatsache, dass das Schlagwort Bibeltreu in manchen freikirchlich-evangelikalen Gemeinden an der Anerkennung bestimmter theoretischer theologischer Systeme festgemacht wird, praktischen Lehren Jesu bezüglich des Umgangs miteinander aber keine Beachtung geschenkt wird. Da wird um Endzeit oder philosophischen Implikationen bezüglich der Allmacht Gottes gestritten (Stichwort: Tulip-Calvinismus; Tulpen gehören in den Garten nicht in den Glauben!). Während die "Alles Easy" Fraktion immer mehr zu einem Wohlfühlevangelium und fünfe-gerade-sein- lassen tendiert, mit netten Liedern zugeträllert und unterhalten, rutscht die "Gegenseite" in einen Totalitarismus ab, in der die richtige Einstellung gegenüber Israel, Endzeitfahrpläne, oder die Frage nach der Vorherbestimmung Gottes und der freien Wahl wichtiger sind, als die unmittelbaren Lehren der Schrift.
Um ein großes Wandgemälde zu betrachten, ist es notwendig, immer wieder den Blickwinkel und den Abstand zu verändern. Zu nahe und das Thema entgeht einem durch die Details, zu weit weg, und das Thema wird durch den Mangel an Details nur oberflächlich klar.
Zum Thema Prädestination und Calvin muss ich wohl doch noch etwas schreiben, damit es mich nicht mehr so nervt:
Die grundlegende Vorstellung ist, das Gott schon vor Grundlegung der Welt vorherbestimmt hat, wer gerettet wird und logischerweise auch, wer nicht. Dazu werden einige Bibelstellen als beleg zitiert. Dabei besteht die Vorstellung, das der gefallene Mensch nicht in der Lage ist, Gottes Gnade anzunehmen bzw. nur von Gott vorherbestimmte, erwählte Menschen haben diese Möglichkeit, aber nicht im Sinne einer Wahl, sondern weil ihnen die Gnade Gottes unwiderstehlich ist. Eine freie Wahl des Menschen würde bedeuten, das die Allmacht Gottes negiert wird. Solche Überlegungen finden sich schon bei Augustinus. Da die katholische Kirche keine allzu eindeutige Haltung postulierte wurde in der mittelalterlichen und frühen Neuzeitlichen Philosophie und Theologie das Allmächtigkeitsparadoxon formuliert das häufig so formuliert wird: "Kann ein allmächtiges Wesen (Gott) einen Stein heben, das es nicht heben kann?"
Es gibt eine mögliche Antwort, die vielleicht keinem richtig gefällt, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit: Jesus Christus ist der Stein des Anstoßes für unseren Verstand und unsere Vorstellung von Allmacht, Logik,Bibeltreue, Gnade und Gerechtigkeit etc. Gott schaft sich selbst als Mensch, setzt sich der Versuchung durch den Teufel, dem Ärger des religiösen Establishments und aufdringlichen Fans aus, wird verraten, verleugnet, gekreuzigt und stirbt. Welch garstige Angelegenheit. Jesus lebt, stand von den Toten auf, bietet Gnade und Vergebung an, denen die an IHN glauben.
Eigentlich will ich nicht mehr wissen, mir den Kopf zerbrechen, mir keine Theologischen Türme zu Babel bauen, um Gott irgendwie zu beeindrucken.

Fortsetzung folgt (irgendwann...)

 

 

 

11.7.07 10:23
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


karl gerd (13.7.07 17:34)
Yawoll!Jesus statt Calvinismus !

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